Elternberatung und Familientherapie

Ein Kind zu erziehen, bedeutet für die Eltern u.a., kindliche Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten einordnen und regulieren zu können – mit Einfühlungsvermögen und Konsequenz.

Um die Erziehungsbedingungen von Kindern und Jugendlichen zu begünstigen, begleite ich die Erziehungsberechtigten u.a. darin…
– Grenzen und Verhaltensregeln zu definieren, einzuhalten und durchsetzen zu können
– ihre Erziehungsaufgaben zu verstehen und zielzentriert wahrzunehmen
– die Erziehungsarbeit bewältigen zu können oder untereinander aufzuteilen und koordinieren zu können.

So wird es oft möglich, dem Erziehungsauftrag weitgehend stressfrei, souverän und sicher nachzugehen – auch für alleinerziehende Elternteile, auch bei Trennungen o.ä. emotional schwierigen und anspruchsvollen Lebenssituationen.

Deshalb gehört zu meinem Arbeitsbereich u.a.:
– fachkundige Feedbacks zum Entwicklungsverlauf des Kindes oder des Jugendlichen zu geben, um die Erziehungsberechtigten darin zu unterstützen, dass sich die kindlichen oder jugendlichen Persönlichkeitsfacetten möglichst gut und ausgewogen entfalten
– die Signale normaler Entwicklungskrisen von sozialen Verhaltensauffälligkeiten unterscheiden zu können, zum Beispiel während der Pubertät oder in der kindlichen Wut- und Trotzphase.

Bei den Eltern-Trainings ist mir wichtig, dass kein theoretisches Reden den Raum einnimmt, sondern alltagspraktische Tipps und erzieherische Herangehensweisen vermittelt werden können.

Bei den Trainingsinhalten berücksichtige ich deshalb die oft sehr individuellen Erfahrungen, Intuitionen und Neigungen jedes Erziehungsberechtigten. Parallel dazu halte ich nach, wie sich was, wann und für wen verändert hat – oder gleichbleibend zeigt.
So will ich im Rahmen des jeweiligen Erziehungsstils u.a. einer Fehlerblindheit vorbeugen und dazu beisteuern, deckungsnahe Positionen auszuhandeln, klare Strukturen anzulegen und auch auf Dauer durchhalten zu können.
Wenn der innerfamiliäre Druck zurückgeht, kann die Atmosphäre innerhalb einer Familie bereits ein Mehr an Halt, Geborgenheit und Freude geben. Vor diesem Hintergrund unterstütze ich die Eltern u.a. darin, Förderanträge für Erziehungsbeihilfen und Familienhilfen zu stellen – zum Beispiel beim Jugendamt, im Rahmen der Sozialgesetzgebung.

Zudem liegen meine Aufgaben u.a. darin…

– therapeutische Unterstützung zu geben – zum Beispiel, wenn es darum geht, psychosomatische Beschwerden von Eltern, Kindern oder Jugendlichen abzumildern oder wenn bis zur fachärztlichen Diagnose mehrmonatige Wartezeiten zu überbrücken sind, etwa bei der Abklärung von Entwicklungsstörungen
– mögliche Erkrankungen der Eltern auszugleichen, bis ihre Auswirkungen auf das Familiengefüge so gering wie möglich ausfallen
– die Erfahrungen mit Sterben, Tod und Trauer individuell zu begleiten und ggfs. auch auf entwicklungspsychologische Aspekte einzugehen
– bei emotionalen Dysbalancen systematisierte Hilfestellung zu geben – zum Beispiel, wenn es darum geht, Bindungs-, Kontakt- und Kommunikationsfähigkeiten heranzubilden, zu stabilisieren und aufrechtzuerhalten
– erwachsenen Familienmitgliedern das Modell des Inneren Kindes verständlich zu machen. Denn: Was man als Kind gelernt hat, wirkt oft nach – mehr oder weniger bewusst, auch in gereiften Menschen.



Die Familienstruktur für einzelne Familienmitglieder im Großen und Ganzen verstehbar zu machen, steht im Zentrum der Familienarbeit.

Denn mithilfe eines solchen Bewusstseins können Verständigungen, Verabredungen und Veränderungen ausgehandelt werden. Oft geht es darum, die Angehörigen individuell zu befähigen, Gefühle auszuloten, zu zeigen und in sozialen Situationen auch mal unterdrücken zu können.

Ich begleite familienbezogene Entwicklungsprozesse u.a. dadurch, dass ich klientenzentrierte Fragetechniken heranziehe und so auch Deutungsmöglichkeiten und Assoziationen anbiete.
Um innerhalb einer Familie den Perspektivwechsel zu fördern und das Zutrauen und die Zuversicht zu verstetigen, beschreibe ich familieninterne Dynamiken sowohl vertraulich und empathisch als auch wie von Außen betrachtet.

Zudem vermittle ich diskret anwendbare, leicht erlernbare Entspannungstechniken, die stressige Situationen mildern können – zum Beispiel innerhalb der Familie oder während des Berufs-, Ausbildungs- oder Schulalltags.

Meine Erfahrung zeigt, dass der persönliche Fortschritt gerade mithilfe eines Schulterblicks oft gut begreifbar wird.

So gelingt es zum Beispiel, innerhalb des Familiengefüges die eigenen Positionen zu finden,  Perspektiven zu erkennen und zielorientiert darauf zugehen zu können. Manchmal braucht man dafür die vorübergehende Unterstützung einer Vertrauensperson wie mir. Wenn der Impuls sich variabel verändern kann, wird es nämlich oft leichter, die Richtung zu wechseln, bis sich eine individuelle Spur auftut, die die Zukunftsfreude eher begünstigt als eintrübt.

Deshalb gehören u.a. auch diese Aufgaben zu meiner Arbeit mit Familien:

– Im Verhalten, in der Kommunikation, im Denken und im Fühlen die typische Muster zu erkennen, auseinanderzuhalten und einordnen zu können

– Resilienzkräfte zu trainieren, um den Zusammenhalt in der Familie zu stärken und Achtsamkeit zu fördern, damit ein zugewandtes Miteinander gelingen kann

– Besondere Erziehungsaufgaben verantwortungsvoll und kompetent lösbar zu machen, um den Familienmitgliedern weitgehend stressfrei zu ermöglichen, die eigene Identität heranzubilden, zu klären oder weiterzuentwickeln

– die Potenziale sozialer Kompetenz zu entfalten und zu nutzen – zum Beispiel, um Streit zu entschärfen oder um angemessen mit Sorgen, Ängsten und Traurigkeit umzugehen.